Österreichische Physikalische Gesellschaft
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Aktuelle wissenschaftliche Mitteilungen und Berichte der ÖPG

Wegen der stark gestiegenen Kosten der Erstellung und des Vertriebs des im Druck erschienenen Mitteilungsblattes der ÖPG, <Physik|AT>, musste dieses mit Ende 2010 eingestellt werden. Auf dieser Seite werden laufend aktuelle wissenschaftliche Mitteilungen und Beiträge angeboten, die früher als redaktionelle Beiträge im Mitteilungsblatt erschienen wären. Ältere Beiträge werden nach Ablauf eines gewissen Zeitraums (derzeit ein Jahr) ins Archiv der wissenschaftlichen Mitteilungen und Beiträge der ÖPG verschoben, wo sie unbegrenzt zur Verfügung stehen werden.

Weitere aktuelle wissenschaftliche Mitteilungen und Beiträge können Sie auf der (frei zugänglichen) Website der Europhysics News finden.

Internationales Gold für unsere jungen Forscher

Die Gold-Medaille strahlt fast wie die Schüler (ganz links und rechts, die Teamleader Anatol Beck und Paul Worm, in der Mitte von links nach rechts die Schüler: Jeremias Costa, Simon Gfreiner, Rohan Walia, Haolei Zhang und Miro Joensuu)

 

Das österreichische Nationalteam errang dieses Jahr beim International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) Gold. Der Bewerb wird seit 1988 mit Teams aus aller Welt an verschiedenen Orten auf der Welt ausgetragen, dieses Jahr durfte Georgien die jungen Forscher vom 7.7. bis zum 14.7. begrüßen.

Wie ist das Team aufgebaut und was ist für einen Bewerb vorzubereiten?

Das Team besteht aus fünf Schülern zwischen 15 -18 Jahren aus verschiedenen Schulen in Österreich. Dieses Jahr kamen vier Schüler aus Villach: Simon Gfreiner (18), Miro Joensuu (18), Rohan Walia (16) und Haolei Zhang (17) und ein Schüler aus Innsbruck: Jeremias Costa (15). Diese Schüler werden im Vorbewerb, dem AYPT (Austrian Young Physicists‘ Tournament) von den Teamleadern ausgewählt. Die letzten zwei Jahre waren Anatol Beck und Paul Worm Teamleader des österreichischen Teams.

Was hat Österreich geschafft?

Österreich nimmt seit vielen Jahren an dem Bewerb teil und konnte das letzte Mal vor genau 10 Jahren das Finale erreichen. Dieses Jahr nahmen 15 Teams an dem Turnier in Georgien teil. In einem spannenden Finale zwischen Slowakei, Polen und Österreich konnte Polen den Pokal für sich entscheiden. Österreich errang knapp nach der Slovakei den dritten Platz und damit eine Goldmedaille. Es wurde zudem jeweils ein Preis vergeben für die drei Rollen: Reporter, Opponent und Reviewer. Auch hier konnte Miro Joensuu aus unserem Team den Preis für den besten Opponent des Turniers nach Österreich holen!

Wie läuft der Bewerb ab?

Der Bewerb erstreckt sich über eine Woche, in der die Teams ihr experimentelles und theoretisches Wissen und Können unter Beweis stellen. Dabei gibt es drei Rollen, die in insgesamt 5 Runden gegen jeweils zwei andere Teams eingenommen werden müssen. Reporter: In 12 Minuten muss der Schüler seine experimentellen Ergebnisse präsentieren, seine Theorie glaubhaft machen und diese mit dem Experiment schlüssig vergleichen. Opponent: dieser muss die Ergebnisse des Reporters während des Vortrags analysieren und diesen kritisch dazu für 10 Minuten befragen. Dabei soll er Schwachstellen in der Ausarbeitung finden, Stärken betonen und seine eigene Meinung dazu klar positionieren. Reviewer: Dieser muss Reporter und Opponent und besonders die Diskussion der beiden analysieren und die Ergebnisse zusammenfassen.

Wer am IYPT teilnehmen will hat einiges zu tun: Jedes Jahr bringt das Komitee des IYPT eine neue Liste mit 17 Aufgabenstellungen heraus, welche die Schüler auf ihre Art lösen müssen. Jeder Schüler nimmt sich 2-3 dieser Aufgabenstellungen heraus und arbeitet daran ein Jahr lang intensiv. Die Aufgaben sind insofern sehr spannend, als es nicht die klassischen Beispiele aus dem Physikbuch in der Schule sind ‚Peter wirft einen

Stein mit 5 m/s…wie schnell fährt sein Auto?‘ sondern knifflige Fragestellungen, auf die auch studierte Physiker oft keine konkrete Antwort haben oder nur vermuten können. Nur zur Illustration eines solchen Beispiels seien die sechseckigen Stürme auf den Polen des Saturn genannt. Es gibt keine Erklärung in der Wissenschaft bisher dafür, nur Ansätze, trotzdem war die Untersuchung dieses Phänomens eine Aufgabenstellung des letzten Jahres.

Dazu müssen die Schüler sich jeweils einen experimentellen Aufbau überlegen, der dieses Phänomen kontrolliert untersuchen kann. Zudem muss eine Theorie ausgearbeitet und diese mit den Experimenten verglichen werden. Das alles machen die jungen Physiker neben der Schule und ihren sonstigen Aktivitäten. Mit Haolei Zhang haben wir etwa ein Badminton Ass der ersten Bundesliga in Österreich bei uns und mit Miro Joensuu und Rohan Walia zwei Teilnehmer der Internationalen Physik Olympiade 2021 usw., einfach bewundernswert!

Die Zusammenarbeit, Hilfestellungen bei der Theorie oder den Experimenten, Auftreiben von Sponsoring, sowie die Organisation rund um den Bewerb werden von den Teamleadern Großteils getragen. Die Teamleader werden aber häufig von Freiwilligen unterstützt, die oft auch selbst ehemalige Teilnehmer waren.

Erschwerte Bedingungen:

Im Gegensatz zu vielen anderen Teams des Bewerbs konnten sich die Schüler nirgends für die Vorbereitungen zum Bewerb treffen und mussten die Experimente von zuhause aus machen. Das ist allerdings schwierig, da die Experimente vom Aufbau und von der Durchführung her aufwändig sind. Die Leistung der Schüler ist daher besonders groß.

IYPT Homepage

 

 

 

 

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Austrian Young Physicists` Tournament (AYPT)

 

Österreichische Nachwuchsphysiker und -physikerinnen bewiesen sich beim 23. Austrian Young Physicists‘ Tournament

Von 8. bis 10. April fand das Austrian Young Physicists‘ Tournament (AYPT) zum 23. Mal statt. Dieser Schülerinnenwettbewerb wird jährlich als Qualifikationsbewerb für den internationalen Bewerb, das International Young Physicists‘ Tournament (IYPT), das auch als Physikweltmeisterschaft bekannt ist, abgehalten. Dort diskutieren Teams aus je drei Schülerinnen und Schülern Lösungen zu 17 Aufgaben, die zuvor im Team sowohl experimentell als auch theoretisch von den Teams erarbeitet worden waren.

Ein naturwissenschaftlicher Wettbewerb der anderen Art

Während viele beim Gedanken an naturwissenschaftliche Wettbewerbe an einen ruhigen Raum mit über Tests gebeugte Schülerinnen und Schüler denken, läuft das beim AYPT und IYPT anders: Im Team erarbeiten die Schülerinnen und Schüler angewandte Aufgabenstellungen bereits vor dem Wettbewerb unter Zuhilfenahme aller zur Verfügung stehenden Ressourcen. Zum Beispiel beobachteten und beschrieben sie die Saugfähigkeit eines Schwamms, die Sprunghöhe einer Kapsel im Vergleich zu einem Ball und den Strahlengang eines Lasers durch einen Seifenfilm. Ausgezeichnetes physikalisches und mathematisches Verständnis der Schülerinnen und Schüler sind dafür Grundvoraussetzung, doch auch die Teamarbeit und klare Präsentation und kritische und faire Diskussion der Lösung auf Englisch beim Wettbewerb sind wichtige Fähigkeiten, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Beweis stellen müssen. Die Gesamtleistung wird durch ein internationales Team an hochqualifizierte Juroren bewertet.

Zum zweiten Mal online

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurde das Turnier auch heuer im online-Format abgehalten. Doch die erschwerenden Umstände während der Vorbereitung und des Turniers taten der Leistung der Schülerinnen und Schüler keinen Abbruch – im Gegenteil: mit viel Engagement und Kreativität wurden spannende Lösungen für die Aufgabenstellungen erarbeitet und präsentiert. Auch das grenzüberschreitende Kennenlernen der Teams untereinander war durch ein virtuelles Social Event nach dem ersten Turniertag trotzdem möglich.

Villacher Team gewinnt das 23. AYPT

Im Laufe des Turniers konnten sich drei österreichische Schülerteams aus Villach, Admont, und Innsbruck im internationalen Vergleich mit den Gäste-Teams hervorragend positionieren. Das Team vom Gymnasium St. Martin in Villach behauptete sich im Finale gegen das ungarische und slowakische Gast-Team und gewann das 23. AYPT.

Österreichisches Team für das IYPT steht fest

Auf Basis der gezeigten Leistungen während des Turniers wurden fünf Schülerinnen und Schüler für das IYPT-Team 2021 ausgewählt: Simon Gfreiner (18), Miro Joensuu (18) und Rohan Walia (16) Haolei Zhang (aus dem BG|BRG Villach St. Martin) und Jeremias Costa (BRG APP Innsbruck). Ihnen steht nun eine intensive Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb bevor. Das Turnier ist als Live-Veranstaltung in Georgien vom 7. bis 14. Juli 2021 geplant, doch aufgrund der aktuellen Umstände steht eine online-Durchführung nach dem Vorbild vom AYPT im Raum. Unabhängig von der Form, in der das IYPT stattfinden wird, wünschen wir dem österreichischen Team viel Erfolg und danken unseren Sponsoren, ohne die die optimale Vorbereitung und Teilnahme der Schüler nicht möglich wäre: Erasmus+, Bundesministerium für Klimaschutz, Umweld, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Österreichische Physikalische Gesellschaft, Ströck, Anton Paar, Infineon, SchülerInnen Forschungszentrum Wien, Rotary Club Leoben, Europa-Gymnasium Leoben, das Land Steiermark und die Stadt Leoben.

Teilnahme am AYPT

Des Weiteren möchte wir darauf hinweisen, dass interessierte Schüler*innen und Lehrer*innen nächstes Jahr abermals die Möglichkeit zur Teilnahme am Bewerb haben. Der Verein AYPT – Österreichische Physikmeisterschaft steht bei Fragen gerne zur Verfügung (email an info@aypt.at). Der Verein bietet auch Ende November ein alljährliches get-started-with-AYPT Vorbereitungstreffen an, an welchem Schüler*innen und Lehrer*innen herzlichst eingeladen sind teilzunehmen.

 

 

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Roman Ulrich Sexl-Preis und ÖPG Schüler:innen Preis 2020

Roman Ulrich Sexl-Preis und ÖPG Schüler:innen Preis 2020

Da die traditionelle Preisverleihung im Rahmen der ÖPG Jahrestagung der Ausbreitung des Corona Virus zum Opfer gefallen war, wurde diese nun in einem Online-Meeting nachgeholt. Folgende Preise wurden dabei vergeben:

Roman Ulrich Sexl-Preis

Mag. Nikolaus Unterrainer, Universität Salzburg

ÖPG Schüler:innen Preise 2020

für herausragende Vorwissenschaftliche Arbeiten:

  • Lucas Hörl, BG/BRG Purkersdorf

Quantenmechanische Modelle und ihre Anwendungen beim Wasserstoffatom

  • Nikolaus Juch, Modellschule Graz

Entwurf und Konstruktion einer musikspielenden Teslaspule

  • Dilan Öztürk, GRG 10 Wien

Theoretische Grundlagen der Dichtefunktionaltheorie

Theoretische Erläuterung der praktischen Anwendung der Theorie anhand von Graphit und Diamant

  • Sebastian Schmidt, BGN Salzburg

Über die Erweiterung unseres Verständnisses von  Raum und Zeit durch Spezielle Rlativität

A Mathematical and Graphical Work

  • Patrick Styll, BG/BRG Gmünd

Wettervorhersage anhand von Wolkenbildern

 

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Der Geologie von Exoplaneten auf der Spur

Planet DMPP-2b verliert Masse und erzeugt so eine Gaswolke um seinen Stern. © Mark A. Garlick / markgarlick.com Science credit: Haswell / Barnes / Staab

Ein internationales Team von Astronomen entdeckte drei neue Planetensysteme nahe der Erde, die erstmals Rückschlüsse auf die geologische Zusammensetzung von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erlauben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist an allen drei Artikeln beteiligt.

(23.12.2019)

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Planet DMPP-2b verliert Masse und erzeugt so eine Gaswolke um seinen Stern. © Mark A. Garlick / markgarlick.com Science credit: Haswell / Barnes / Staab

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